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Museumskonzerte 2016 / 2017

"Junge Pianisten Elite"

  

 

 

Benjamin Moser

 

Der aus einer bekannten Musikerfamilie stammende Benjamin Moser ist der „Typ eines Pianisten, der sich selbst am wenigsten in den Vordergrund stellt. Seine Erfolge beruhen, neben seiner technischen Brillanz, auf seiner eindrucksvollen Nuancierungskunst und einer außergewöhnlich reichen Palette an Klangfarben.“


Großes Aufsehen in der internationalen Musikwelt erregte der junge Künstler als Preisträger des renommierten Tschaikowsky-Wettbewerbs 2007 in Moskau, wo er zusätzlich mit dem Publikumspreis und dem Preis für die beste Interpretation der Musik Tschaikowskys ausgezeichnet wurde. Im selben Jahr hatte er bereits den Internationalen Wettbewerb „Young Concert Artists“ in New York sowie acht Sonderpreise gewonnen.


Inzwischen hat sich sein Karriereweg stetig nach oben entwickelt: Von seinem internationalen Renommee zeugen Einladungen zu Festivals (bereits viermal zum Klavierfestival Ruhr, wo sich die Weltelite trifft), Konzerte mit namhaften Orchestern (London Philharmonic Orchestra, Münchner Symphoniker, Staatskapelle Weimar, Nordwestdeutsche Philharmonie) und Dirigenten (Christian Järvi, Andris Nelsons, Wojciech Rajski) in berühmten Konzertsälen (Tonhalle Zürich, Alte Oper Frankfurt, Carnegie Zankel Hall New York) sowie weitere Auftritte in USA, Argentinien, Österreich, Japan und China. Im Frühjahr 2016 gab er sein Rezitaldebüt in der Londoner Wigmore Hall.

 

 

Elias Opferkuch

 

Altes bewahren und Neues entdecken ist für den noch am Anfang seiner Karriere stehenden, hochbegabten jungen Pianisten Elias Opferkuch Motivation und Ziel seines Musizierens, das für ihn nicht nur von hoher Virtuosität, sondern auch vom natürlichen Ausdruck eigener Empfindung lebt. Seine Zuhörer fasziniert er mit ansteckender Spielfreude, temperamentvoller Frische und einer erstaunlichen Reife.


Auf seinem künstlerischen und persönlichen Ausbildungsweg wird er von namhaften Klavierpädagogen begleitet und gefördert. Zur Zeit studiert er bei Marisa Somma in Bari.


Der schon früh mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnete junge Künstler feierte mit elf Jahren sein Konzertdebüt bei der Jungen Philharmonie Ostwürttemberg. Erste Konzertreisen führten ihn nach Ungarn und Italien. Bei seinem Auftritt 2015 mit den Bergischen Symphonikern wurde er begeistert gefeiert.


Neben dem Klavier beweist Elias Opferkuch am Marimbaphon mit bewegtem Spiel und technischer Brillanz seine Wandlungsfähigkeit, für die er bei nationalen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet wurde.


Zwei Indienreisen führten zu seinem persönlichen Engagement als musikalischer Botschafter für das Hilfswerk „Neurochirurgische Hilfe Indien e.V.“

 

 

Federico Colli

 

„Mit Federico Colli hat Italien nach längerer Zeit wieder einen jungen Pianisten, der alle Chancen hat, an die große Tradition von Michelangeli über Pollini bis Lucchesini anzuknüpfen“, schrieb die Presse nach seinem gefeierten Debüt beim Klavierfestival Ruhr 2013.

Mit dem Gewinn des Mozart-Wettbewerbs in Salzburg 2011 hatte er bereits auf sich aufmerksam gemacht. Im September 2012 wurde er beim internationalen Klavierwettbewerb in Leeds, der zu den schwersten und renommiertesten der Welt gilt, mit dem ersten Preis, der Goldmedaille und weiteren Spezialpreisen ausgezeichnet. Sein Erfolg in Leeds öffnete ihm die Türen zu den großen Konzertsälen in aller Welt, er spielte und begeisterte Publikum und Kritiker in Japan, China, USA, Mexiko, Südamerika und in allen großen deutschen und europäischen Konzerthäusern.

In Warschau trat er anlässlich des Chopin Festivals mit dem Polnischen Nationalen Radio Symphonie Orchester in einem Programm auf, zu dem auch Martha Argerich und Nelson Freire eingeladen waren. Im Frühjahr 2014 sprang er für den verhinderten Boris Berezovsky beim Internationalen Klavierfestival Brescia und Bergamo ein. In der vergangenen Saison konzertierte er zusammen mit Lang Lang in einem gemeinsamen Rezital anlässlich des neuen Leeds Wettbewerbs.

Federico Colli stammt aus Brescia, studierte am Giuseppe Verdi Konservatorium in Mailand und bei Pavel Gililov am Mozarteum in Salzburg.

 

 

Joseph Moog

 

Kritiker bezeichnen den 1987 als Sohn zweier Musiker geborenen Joseph Moog als „einen der interessantesten Interpreten seiner Generation“. Sowohl als Meister des gängigen als auch des seltenen oder in Vergessenheit geratenen Repertoires hat sich der hochsensible junge Künstler international einen Namen gemacht.


Seine Engagements führten ihn in die renommierten deutschen und internationalen Konzerthäuser, wo er mit namhaften Dirigenten und großen internationalen Orchestern zusammenarbeitete. Höhepunkte waren Auftritte u.a. in der Royal Albert Hall in London, im Marinsky Theater in St. Petersburg sowie bei den internationalen Festivals La Roque d’Anthéron, La Folle Journée de Nantes und beim Klavierfestival Ruhr (2016 zum vierten Mal). In dieser Saison wird er in Seoul spielen und im Frühjahr in Montreal unter Yannick Nézet-Seguin debütieren.


Im Dezember 2015 wurde er für den bedeutendsten Musikpreis der Welt, den Grammy-Award, nominiert. Zuvor war er bereits seit 2012 mit drei großen Preisen als bester Nachwuchskünstler ausgezeichnet worden.

 

 

Georgijs Osokins


Beim 17. Internationalen Chopin Wettbewerb in Warschau sorgte der junge Pianist Georgijs Osokins für Aufsehen, als Kritiker ihm einen ebenso großartigen wie eigenwilligen Stil attestierten. Sein ungewöhnliches Spiel reichte dem Finalisten zwar nicht für den Gewinn eines der ersten Preise, aber verschaffte ihm große internationale Aufmerksamkeit und brachte ihm spontan mehrere internationale Konzerteinladungen.


Georgijs Osokins wurde 1995 in Riga in eine Pianistenfamilie geboren. Er studierte bei seinem Vater, Professor Sergejs Osokins, der als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten in der Klavierwelt Lettlands gilt. Wichtige Impulse erhielt er von Dmitri Bashkirov, BerndGoetzke und Georg Friedrich Schenck. Mit 10 Jahren gab er sein erstes öffentliches Konzert mit dem lettischen National Symphonie Orchester. 2009 gewann er den Internationalen Skrjabin Wettbewerb in Paris und fünf Jahre später den internationalen Chopin-Wettbewerb in Moskau. Seit 2015 studiert er an der berühmten Juilliard School in New York.

 

Fotos: Harald Habermann, Nicola Malnato, Paul Marc Mitchell