Foto: Christian Beier

Museumskonzerte 2020 / 2021
„Junge Pianisten Elite“

 

Alexey Sychev

Der in Russland geborene und in Münster lebende Alexey Sychev hat nicht nur 30 Preise auf vier Kontinenten gewonnen, er ist auch der einzige Pianist, der bei drei hochrangigen internationalen Liszt-Wettbewerben mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde. So verwundert es nicht, dass die Werke von Liszt einen festen Platz in seinem Programm haben.

Sein Studium am berühmten Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium schloss er mit Auszeichnung ab und vervollkommnete seine künstlerische Ausbildung in Salzburg, Wien und Münster. Er gilt als Globetrotter unter den Pianisten und begeistert mit seinen großartigen Interpretationen Kritiker und Publikum in den bedeutenden Konzerthäusern in Argentinien, Brasilien, Chile, Deutschland, Frankreich, Israel, Italien, Japan, Marokko, Moldawien, Niederlande, Österreich, Portugal, Russland, Schweiz, Serbien, Slowakei, Spanien, Ungarn und den USA.

Zu seinen Engagements für die Saison 2019/20 zählen Debütkonzerte im Musikverein in Wien und in der Salle Cortot in Paris.

Alexander Krichel

Unter den vielen hervorragenden Pianisten der neuen Generation nimmt der in Hamburg geborene und lebende Alexander Krichel eine der führenden Positionen ein. Ausgebildet in der berühmten russischen Schule bei dem großen Pianisten und Pädagogen Vladimir Krainev bis zu dessen Tod an der Musikhochschule Hannover und später bei Dmitri Alexeev am Royal College of Music in London, wurde er schon 2013 für seine Debüt-CD mit dem ECHO-Klassik Preis als bester Nachwuchskünstler des Jahres ausgezeichnet.

Heute tritt er regelmäßig in den großen Konzerthäusern in Berlin, Hamburg, Köln, München auf und ist auf den Konzertpodien von London bis Kapstadt, von New York bis Tokio, von Mexiko City bis Guangzhou anzutreffen.

Abseits des Klaviers begeistert sich der vielseitige Künstler für Naturwissenschaften, Mathematik und Fremdsprachen und engagiert sich in Projekten, die Kindern und Jugendlichen Zugang zur klassischen Musik verschaffen. Er ist Mitbegründer und künstlerischer Leiter des preisgekrönten Festivals „Kultur Rockt“ sowie künstlerischer Leiter der Konzertreihe „Kammermusik am Hochrhein“.

Fabian Müller

Fabian Müller konnte sich in den letzten Jahren als einer der bemerkenswertesten deutschen Pianisten in der jungen Musikszene etablieren. Für großes Aufsehen sorgte er 2017 beim Internationalen ARD-Wettbewerb in München, wo ihm nicht weniger als fünf Preise zuerkannt wurden. Bereits 2013 hatte er international auf sich aufmerksam gemacht, als er beim renommierten Busoni-Wettbewerb in Bozen mit drei Preisen ausgezeichnet wurde.

Diese Erfolge öffneten ihm die Türen zu den großen deutschen und europäischen Konzerthäusern. Er gastierte bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, den Schwetzinger Festspielen, beim Heidelberger Frühling und wiederholt beim Klavier-Festival Ruhr, wo er in dieser Saison an der Seite des großen Alfred Brendel dessen Lesung musikalisch mit Ligeti-Etüden begleitet. Zu den Höhepunkten im Jahr 2018 gehörten seine Debüts in der Carnegie Hall in New York und der Hamburger Elbphilharmonie.

Beim Klavier-Festival Ruhr arbeitet er seit Jahren zusätzlich an einem musikalischen preisgekrönten Erziehungsprojekt mit über 300 Kindern, die sich kreativ mit moderner Musik auseinandersetzen. Darüber hinaus ist er künstlerischer Leiter der von ihm initiierten Kammermusikreihe „Bonner Zwischentöne“.

Annika Treutler

Im Alter von gerade 21 Jahren schloss die in Detmold geborene Annika Treutler ihr Studium bei dem bekannten Pianisten und Klavierpädagogen Martin Kirschnereit an der Musikhochschule in Rostock ab – mit der Höchstpunktzahl. Ihr Konzertexamen absolvierte sie an der Musikhochschule Hannover bei Bernd Goetzke. Weitere künstlerische Impulse erhielt sie von Elisabeth Leonskaja, Leif Ove Andsnes und Murray Perahia. Sie wurde bei nationalen und internationalen Wettbewerben mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der internationale Musik Wettbewerb in Montreal und der internationale Klavier-Wettbewerb Gina Bachauer, der zweitgrößte Wettbewerb in den USA.

Ihr Debüt in der Berliner Philharmonie 2010 war der Beginn ihres Karrierewegs, der sie in die nationalen und internationalen Konzerthäuser führte. Auf ihrem Terminplan für die Saison 2019/2020 standen Auftritte in der Wigmore Hall in London, dem Wiener Konzerthaus, der Laeiszhalle Hamburg, der Glocke Bremen, dem Concertgebouw Amsterdam, in Barcelona und Vietnam sowie bei den Niedersächsischen Musiktagen und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Zu den Höhepunkten ihrer intensiven kammermusikalischen Tätigkeit zählen Auftritte mit dem Pianisten Kit Armstrong, dem Cellisten Daniel Müller-Schott, dem Hornisten Felix Klieser.

Anlässlich des 75. Jahrestags der Befreiung des KZ Auschwitz spielte sie zusammen mit dem Radio Symphonie Orchester Berlin Musik des im KZ ermordeten Komponisten Viktor Ullmann ein, dessen 3. Sonate auf ihrem Programm beim Museumskonzert steht.

Martin James Bartlett

Der britische Pianist Martin James Bartlett, Jahrgang 1996, spielte bereits für die Queen zu deren 90. Geburtstag und für die First Lady von China. Im Alter von 17 Jahren wurde er von der BBC zum BBC Young Musician of the Year gekürt, und damit erhielt seine Karriere einen entscheidenden Schub. Er erhielt Einladungen von dem BBC Symphony Orchestra, dem BBC Scottish Symphony Orchestra, dem Bournemouth Symphony Orchestra, dem Royal Philharmonic Orchestra, dem Tokyo Symphony Orchestra sowie zu Rezitalen in ganz Großbritannien. Ein Jahr später gab er sein Debüt bei den BBC Proms gemeinsam mit dem Royal Philharmonic Orchestra mit Gershwin’s Rhapsody in Blue.

2017, während er noch als Student am Royal College of Music in London eingeschrieben war, schaffte er es beim renommierten Wettbewerb Van Cliburn Wettbewerb in den USA ins Viertelfinale. 2019 gewann er die Young Concert Artists International Auditions in New York.

In der Konzertsaison 2018/2019 debütierte er mit dem BBC Philharmonic, dem BBC National Orchestra of Wales und trat mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra in der Royal Albert Hall mit Rachmaninows Klavierkonzert Nr. 2 auf. Er gab Konzerte beim Riga Jurmala Festival und dem Biarritz Festival. Beim Bad Kissinger Klavierolymp gewann er den zweiten Preis und den Publikumspreis und feierte einen großen Erfolg bei seinem Debüt beim Klavier-Festival Ruhr. Auf Einladung von Sir Andras Schiff nahm er an dessen Meisterkurs im Zuge der Salzburger Mozartwoche teil.

Bildnachweis:
© Julia Wesely, Sony Classical/Uwe Arens, Herff, Neda Navaee, Paul Marc Mitchell